Aus Restbeständen eines Aquariums, das Undichtigkeiten aufwies, habe ich fünf Ancistrus bei mir im Becken aufgenommen. Zum Alter konnte der Halter nichts sagen, jedenfalls sind sie sehr hübsch mit verschiedenen Färbungen. Antennenwelse stammen aus Südamerika, meist aus dem Amazonas.
Seinen Namen verdankt der Antennenwels den auffälligen, Fortsätzen („Antennen“) auf dem Kopf, die vor allem bei erwachsenen Männchen ausgeprägt sind. Diese dienen vermutlich als Revier- oder Partnererkennungsmerkmal. Der Körper ist von einer knöchernen Panzerung bedeckt, die Schutz vor Fressfeinden bietet.
Antennenwelse sind friedliche Bodenbewohner und ernähren sich überwiegend von pflanzlicher Kost, insbesondere von Algen, die sie mit ihrem Saugmaul von Oberflächen abschaben. Im Aquarium gelten sie daher als „natürliche Algenputzer“. Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv, halten sich tagsüber gern in Höhlen oder unter Wurzeln versteckt und benötigen eine abwechslungsreiche Ernährung, die neben pflanzlicher Kost auch tierische Eiweiße enthalten kann.
Der Antennenwels ist robust, anpassungsfähig und kann – bei guter Pflege – 10 bis 20 Jahre alt werden.